Aktuelle Mitteilungen

© Beate Ellenberger

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Homepage,

am Sonntag läuten die Glocken zum Gottesdienst. Sie verbinden uns als Gemeinde im Gebet, auch wenn wir uns aufgrund der Pandemielage nicht in der Kirche versammeln.
Zum Wochenende hin finden Sie hier einen kurzen Gottesdienst, auch in digitaler Form.
Gerne können Sie uns anrufen und nachfragen.
Ich bin bei seelsorgerlichen Anliegen gerne für Sie da, ein Telefonanruf genügt.

Ihre Pfarrerin Beate Ellenberger

3. Sonntag nach Epiphanias Gottesdienst 24.01.2021
Wo Du hingehst – ich geh mit.

Gottesdienst im Audio-Format

Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Gott schenke mir ein Wort für mein Herz. Und öffne mein Herz für Dein Wort. Amen.

So war es bei Naomi und ihrem Mann Elimelech.
In Juda gab es eine Hungersnot. Daher zogen sie von Bethlehem weg ins Land der Moabiter. Das lag auf der anderen Seite des Toten Meeres. In der Bibel heißt es, dass sie auszogen, „um dort als Fremdling zu wohnen.“ Aber Elimelech starb.

Noomi blieb mit ihren Söhnen übrig. Die Söhne heirateten Frauen in dem fremden Land. Die eine hieß Ruth, die andere Orpa.

Aber nach einer Weile starben auch die beiden Söhne. Man kann sich vorstellen, wie Naomi vor Kummer alt und grau geworden war. Sie hatte jetzt niemanden mehr. Sie sagte: „Nun will ich nicht mehr hierbleiben. Ich will wieder zurück in meine Heimat. Ich habe gehört, dort gibt es wieder Brot. Da wird auch für mich ein Leben wieder möglich sein.“

Ihre beiden Schwiegertöchter gingen mit ihr mit und begleiteten sie ein ganzes Stück auf dem Weg. Schließlich blieb Naomi stehen. Sie sagte: „Jetzt ist es Zeit, dass Ihr wieder umkehrt, jede ins Haus ihrer Mutter. Ich hoffe, dass Gott euch behütet.“ Da gab Orpa der alten Naomi einen Kuss. Sie weinte zwar sehr, aber sie ging doch zurück. Ruth weinte auch. Aber sie ging nicht zurück. Naomi versuchte sie zu überzeugen, aber Ruth sagte: „Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren soll. Nein, ich lasse dich nicht allein. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Ich will immer bei dir bleiben.“

Also war Naomi einverstanden und nach einer langen Wanderschaft kamen sie ein Bethlehem an. Von dort war Naomi einst mit ihrem Mann aufgebrochen. Jetzt war sie alt geworden. Und sie kehrte sie mit einer fremden Frau zurück. Die Leute waren ganz aufgeregt, erkannten sie kaum wieder. Die Frauen fragten: „Ist das die Naomi?“

Naomi spürte ihren Verlust und wie sie bitter geworden war. Sie hatte das Gefühl, dass sie leer zurückkam. Das Haus stand noch da. Noomi zog wieder darin ein. Und Ruth war bei ihr. Sie ließ sie nicht allein. Obwohl Naomi ganz verbittert war.

Was für ein Glück, wenn man so eine Schwiegertochter hat, die mit einem durch dick und dünn geht. Die sieht, worauf es ankommt. Und die einen aushält, auch wenn man bitter geworden ist. Was für ein Glück, wenn man so eine Schwiegermutter hat, die einen vollständig annimmt. So wie man ist. Auch wenn man ganz anders ist. Eine Schwiegermutter, die einen nicht an sich fesselt. Die vertrauen kann und zeigen, dass sie Hilfe braucht.

Was für ein Geschenk, wenn man das anerkennt, was einen miteinander verbindet. Und wenn man darauf Zukunft baut. Nicht nur aufgrund der Not, die einen natürlich auch zusammenschweißt. Wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.

Weil sie nichts zu essen hatten und weil gerade die Getreideernte im Gange war, ging Ruth aufs Feld. Das gehörte einem Verwandten von Naomis Mann. Er hieß Boas. Damals war es Sitte, dass arme Leute das vom Feld auflesen durften, was nach der Ernte liegen blieb. So sammelte sie die Ähren ein. Und jetzt beginnt die Liebesgeschichte von Ruth und Boas.

Die Reise von Naomi und Ruth ist aber an ihr Ziel gekommen. Ruth wird die Mutter von Obed. Der ist der Großvater vom späteren König David.Auch Fremdlings-Familien bringen Könige hervor.

Gebet

Zu Dir Gott, bete ich:
Du schenkst uns das Leben und machst es hell mit deinem Licht.
Ich bitte dich für alle meine Verwandten und für alle, mit denen ich zusammen lebe und arbeite:
dass wir einander verbunden bleiben, in guten und bösen Tagen,
in Vertrauen und gegenseitigem Verstehen: Komm mit Deinem Licht.

Ich bitte für unsere Kirchen, für uns alle, als Deine Kirche:dass sie dich, den Lebendigen, bezeugen und verkündigen,dass sie sich lösen aus erstarrten Traditionen und Anteil nehmen an den Fragen und Nöten der Menschenkinder heute:  Komm mit Deinem Licht.

Für die Mächtigen in der Welt:
dass ihre Entscheidungen Leben bewahren,
dass sie dem Wohl und dem Frieden der Menschen dienen. Und ihrer Gesundheit.

Komm mit Deinem Licht.

Ich bitte für alle, die unter der Last dieser Tage gebeugt werden.Für alle, die um ihren Arbeitsplatz und um ihre Existenz bangen.Für die Selbständigen, für die Künstler und die Kulturschaffenden.Für alle, die sich Sorgen machen um ihre Zukunft.Stehe denen bei, die anderen beistehen.Und wenn ich Hilfe brauche, sende jemanden zu mir, der mit mir geht.komm mit Deinem Licht.

Vater Unser
Vater unser im Himmel,geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung,sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

SegenSo bleib bewahrt in Gottes Frieden, in Gottes Liebe, mit seinem Segen.Der Herr segne dich und behüte dich.Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir + Frieden. Amen 

Rut 1,1-19   Die Familie von Noomi im Land Moab

11Es war zu der Zeit, als Richter in Israel regierten. Wieder einmal herrschte Hunger im Land. Da verließ ein Mann die Stadt Betlehem in Juda. Er wollte mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen eine Zeit lang im Land Moab leben. 2Der Mann hieß Elimelech und seine Frau hieß Noomi. Seine beiden Söhne hießen Machlon und Kiljon. Sie gehörten zur Großfamilie der Efratiter, die aus Betlehem im Land Juda kam.

Sie gingen nach Moab und ließen sich dort nieder.3Da starb Noomis Mann Elimelech, und sie blieb mit ihren zwei Söhnen zurück.4Die beiden heirateten Moabiterinnen. Eine hieß Orpa und die andere Rut. Ungefähr zehn Jahre lang wohnten sie in Moab.5Dann starben auch die beiden Söhne Machlon und Kiljon. Noomi blieb allein zurück, ohne Söhne und Mann.

Noomi nimmt Abschied von Moab

6Noomi machte sich auf und zog aus Moab weg, zusammen mit ihren Schwiegertöchtern. Sie hatte dort nämlich erfahren, dass der Herr sich um sein Volk kümmerte und ihm Brot gab.7So verließ sie den Ort, an dem sie gelebt hatte. Die beiden Schwiegertöchter begleiteten sie auf dem Weg zurück ins Land Juda.8Unterwegs sagte Noomi zu ihren beiden Schwiegertöchtern: »Kehrt um! Geht zu euren Müttern zurück! Der Herr soll euch genauso lieben, wie ihr die Verstorbenen und auch mich geliebt habt.9Er soll dafür sorgen, dass ihr ein neues Zuhause findet bei neuen Ehemännern. «Noomi küsste die beiden. Aber sie weinten laut 10und baten Noomi: »Lass uns mit dir zu deinem Volk zurückkehren!«

11Doch Noomi erwiderte: »Kehrt um, meine Töchter! Warum wollt ihr mit mir gehen? Ich kann keine Söhne mehr zu Welt bringen, die euch heiraten würden.12Kehrt um, meine Töchter! Geht! Ich bin einfach zu alt für eine neue Ehe. Selbst wenn ich es nicht wäre –wenn ich noch heute Nacht mit einem Mann schlafen und danach Söhne zur Welt bringen würde:13Wollt ihr wirklich warten, bis sie groß sind? Wollt ihr euch so lange einschließen und mit keinem Mann verheiratet sein? Nein, meine Töchter! Mein Schicksal ist zu bitter für euch! Die Hand des Herrn hat mich getroffen.«14Da weinten die beiden noch lauter. Orpa küsste ihre Schwiegermutter zum Abschied. Aber Rut blieb bei Noomi.

Rut geht mit Noomi nach Betlehem

15Noomi sagte zu Rut: »Schau! Deine Schwägerin ist umgekehrt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Mach es wie sie: Kehr um!«16Aber Rut antwortete: »Schick mich nicht fort! Ich will dich nicht im Stich lassen. Ja, wohin du gehst, dahin gehe auch ich. Und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott!17Wo du stirbst, da will auch ich sterben, und da will ich auch begraben sein. Der Herr soll mir antun, was immer er will! Nichts kann mich von dir trennen außer dem Tod.«18Noomi sah, dass Rut entschlossen war, mit ihr zu ziehen. Da hörte sie auf, es ihr auszureden. 19So wanderten sie gemeinsam nach Betlehem.

"Und bis wir uns wiedersehen, ..." bleibt unser Gruß mit einer aktuellen Aufnahme unseres Chores.

© 2020 Chor der Martin-Luther-Kirche, Rommelsbach

Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen